„Das Gedächtnis bewahren und die Aufmerksamkeit schärfen“

Video-Dokumentation über das jüdische Leben in Kestrich – Zeitzeugenberichte

Seit 1600 gab es Juden in Kestrich, Anfang des letzten Jahrhunderts war die israelitische Gemeinde noch 21 Personen stark. Es gab jüdische Kaufläden, Mitschüler, Nachbarn – bis die Nationalsozialisten die Macht ergriffen und die Ausgrenzung begann, die ein Jahrzehnt später in den Vernichtungslagern ihren grausamenSchlussstrich fand.

Im Film sind Klassenfotos zu sehen, Erinnerungen an die kleinen Läden, Aufnahmen der Kestricher Soldaten aus dem erstenWeltkrieg, christliche wie jüdische,aber auch die bedrohlichen Symbole, der gelbe Stern, das Hakenkreuz. Die Erinnerunaan die jüdischen Dorfbewohner nicht auf den Holocaust zu beschränken, sondern zu vermitteln, dass „im Negativen, aber auch im Positiven die jüdischenGemeinden ein Teil unserer VogelsbergerGeschichte sind“ – dies hebt Legatis als Absicht der filmischen Dokumentation heraus, eine Dokumentation, die „fast schon zu spät“ komme. „Die Menschen, die noch persönliche Erinnerungen haben und die wir befragen können, werde nimmer weniger“.

Im Auftrag des Fördervereins zur Geschichte des Judentums im Vogelsberg e.V.
Produktion, Ton, Musik + Schnitt Visuelle Vitamine:Tina Mulks & Ralf E. Mulks Multimediaproduktionen –
Regie Heinrich Dittmar

 

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