Die Jüdische Gemeinde Angenrod (Alsfeld)

„Nachweislich haben bereits um 1650 wenige Juden in Angenrod gelebt. Eine kleine jüdische Gemeinde gründete sich im Dorf vermutlich zu Beginn des 18.Jahrhunderts, zu der Zeit, als der Fürstabt von Fulda alle Juden aus seinem Herrschaftsbereich ausgewiesen hatte und die Adelsfamilie derer von Nodung den jüdischen Flüchtlingen in ihrem Herrschaftsbereich Schutz gewährte und damit eine Ansiedlung ermöglichte. Auf gutseigenem Gelände ließ der Schutzherr kleine Häuser errichten, die von den jüdischen Familien bezogen wurden und im Jahre 1807 von ihnen erworben werden konnten. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts avancierte die Kultusgemeinde Angenrod mit 179 Einwohnern zur zahlenmäßig stärksten jüdischen Gemeinde im Altkreis Alsfeld, weshalb sie „Klein-Jerusalem“ genannt wurde. Der Warenhandel in und um Angenrod lag damals fast ausschließlich in jüdischer Hand, nebenbei wurde auch ein wenig Landwirtschaft betrieben“ Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum.

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